Projektanpassung am Schulhaus-Umbau Mitteldorf
Die Sanierung des denkmalgeschützten Schulhauses Mitteldorf gestaltet sich anspruchsvoll. Vertiefte Untersuchungen am bestehenden Gebäude im Rahmen der Rückbauten machten Anpassungen am Projekt notwendig. Diese führen zu zusätzlichen Aufwänden, die der Gemeinderat als Nachtragskredit beschlossen hat.
Im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung wird das bestehende Schulhaus Mitteldorf im Inneren totalsaniert. Die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude, das im Jahr 1912 erbaut wurde, erweisen sich als herausfordernd. Untersuchungsergebnisse hatten zur Folge, dass das Umbauprojekt überarbeitet werden musste. Anpassungen gab es in den Bereichen Denkmalschutz, Sicherheit, Brandschutz, Bauphysik und Funktionalität.
Unvorhersehbare Mehraufwände
Dies führt zu Mehraufwänden von insgesamt rund 1.7 Millionen Franken bei der Innensanierung und rund 600'000 Franken für die nicht vorgesehene Sanierung des Daches des Schulhauses Mitteldorf. Die Gründe sind unter anderem höhere Aufwände für die Ertüchtigung der Erdbebensicherheit und des Brandschutzes, für bauphysikalische Verbesserungen der unterirdischen Verbindung zum Neubau sowie für die notwendige Totalsanierung des Dachs.
Im Gutachten zur Urnenabstimmung vom 18. Juni 2023 wurde für den Schulhaus-Umbau mit Gesamtkosten von rund 3.5 Millionen Franken gerechnet. Ein neuer Kostenvorschlag geht nun von Gesamtkosten von rund 5.8 Millionen Franken aus, was Mehrkosten in der Höhe von rund 2.3 Millionen Franken entspricht.
Gemeinderat genehmigt Nachtragskredite
Die Mehraufwände konnten zum Zeitpunkt des Gutachtens nicht vorausgesehen werden, da vertiefte Untersuchungen am Bestandesbau noch ausstehend waren. Erhebliche Defizite, insbesondere in Bezug auf die Erdbebensicherheit, den Brandschutz sowie das undichte Unterdach, traten erst während der Sondierungs- und Vorbereitungsarbeiten zutage. Der Gemeinderat hat den angepassten Kostenvoranschlag und die Nachtragskredite an seiner Sitzung vom 27. Januar 2026 genehmigt.
Die Bauarbeiten an den drei Neubauten der Zentrumsentwicklung sind bereits weit fortgeschritten. Bei diesen Teilprojekten sind keine wesentlichen Abweichungen von den im Gutachten veröffentlichten Kostenschätzungen zu erwarten. Ausgenommen sind die bereits vom Gemeinderat beschlossenen Mehrkosten von rund einer Million Franken für die Erdsonde sowie das Schulhaus-Provisorium. Darüber wurde bereits früher informiert. Ziel des Projekts ist die Aufwertung und Belebung des Dorfzentrums. Entstehen werden ein neues Schulhaus, ein Geschäftsgebäude sowie ein Gebäude mit Restaurant, Veranstaltungssaal und Gästezimmern sowie Alterswohnungen. Die Fertigstellung und Eröffnung ist schrittweise zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 geplant.