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Fuss- und Veloverkehrsbrücke

Neue Rheinbrücke verbindet Gemeinden und stärkt das Rheintal

An der Informationsveranstaltung am Mittwochabend, 27. Mai 2026, haben die Gemeinden Diepoldsau und Widnau gemeinsam über die geplante neue Fuss- und Veloverkehrsbrücke über den Rhein informiert. Rund 250 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über Nutzen und Vorteile des Siegerprojekts «Flaneur» zu informieren.

Die geplante Brücke ist Teil des Agglomerationsprogramms Rheintal der 4. Generation und soll eine sichere, attraktive und direkte Verbindung für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende zwischen Diepoldsau und Widnau schaffen. Sie verbessert die Sicherheit des Langsamverkehrs deutlich, insbesondere für Kinder, ältere Personen sowie Pendlerinnen und Pendler. Zudem schafft sie eine neue Verbindung und stärkt das regionale Velowegnetz.

Die bestehenden Brücken über den Rhein sind heute sehr stark vom motorisierten Verkehr geprägt und für den Fuss- und Veloverkehr unattraktiv. Die Verantwortlichen betonten, dass die geplante Fuss- und Veloverkehrsbrücke eine wichtige Ergänzung des heutigen Verkehrsnetzes ist. Sie verbindet Quartiere, Arbeitsplätze wie auch Alltags- und Freizeitziele direkter und sicherer. Damit soll sie dazu beitragen, dass mittelfristig die hohe Zahl an kurzen PW-Fahrten (1/3 aller Fahrten ist im Rheintal kürzer als 3 km) reduziert werden kann. Die vielen Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung zeigte das grosse Interesse am Generationenprojekt.

Standort mit grossem Nutzen

Die Gemeindepräsidenten machten deutlich, dass der Standort beim Rheinauenpark nicht zufällig gewählt wurde. Im Rahmen umfassender Analysen haben Fachplaner verschiedene Varianten geprüft. Das Ergebnis der auf Verkehrsmodellberechnungen basierenden Analyse zeigt, dass die Linienführung beim Böschachweg das grösste Potenzial für den Veloverkehr aufweist: Gemäss Berechnungen sind das zwischen 460 und 700 Velos pro Tag. Der nachgewiesene Nutzen ist auch der Grund dafür, dass Bund und Kanton den Grossteil der Kosten übernehmen. «Die Brücke ist ein wichtiger Pfeiler im Ausbau des regionalen Veloverkehrsnetzes», betonte der Widnauer Gemeindepräsident Bruno Seelos an der Informationsveranstaltung.

Velo fördern, Strassen entlasten

Die neue Verbindung verbessert nicht nur die Mobilität zwischen Diepoldsau und Widnau, sondern stärkt auch die Verbindungen in Richtung Lustenau, Hohenems und Heerbrugg. Damit wird die grenzüberschreitende Vernetzung im Rheintal nachhaltig verbessert und gleichzeitig die Attraktivität des Lebens- und Wirtschaftsraums erhöht. «Unser Ziel ist es, mit diesem Projekt den Veloverkehr gezielt zu fördern», sagte der Diepoldsauer Gemeindepräsident Ralph Lehner. Der Ausbau sicherer Velowege führe nachweislich zu mehr Veloverkehr und entlaste die Strassen langfristig vom motorisierten Verkehr. Dies zeigen Erfahrungen von ähnlichen Verkehrsprojekten, die in der Region und darüber hinaus bereits umgesetzt wurden.

Siegerprojekt vorgestellt

Jurymitglied Rafael Wyrsch erläuterte, dass das Siegerprojekt «Flaneur» aus 15 eingereichten Projekten innerhalb eines anonymen und offen ausgeschriebenen Wettbewerbs ausgewählt wurde. Die geplante Brücke wurde vom international tätigen Ingenieur- und Architektenteam Bernardo Bader Architekten und Schlaich Bergermann Partner entwickelt und an der Informationsveranstaltung nochmals präsentiert. Die rund 290 Meter lange Brücke fügt sich mit ihrer leicht geschwungenen Linienführung sorgfältig in die Landschaft ein, ist auf das Hochwasserschutzprojekt «Rhesi» abgestimmt und verursacht geringe Unterhaltskosten.

Die Gemeindepräsidenten betonten zudem, dass die geplante Fuss- und Veloverkehrsbrücke nicht mit anderen grossen Verkehrsprojekten wie der Umfahrung Diepoldsaus vermischt werden sollte. Die Brücke ist ein eigenständiges Projekt im Agglomerationsprogramm Rheintal der 4. Generation zur Förderung des regionalen Langsamverkehrs. Bruno Seelos wies darauf hin, dass der Ausbau von regionalen Verkehrsinfrastrukturen nur dann gelingen kann, wenn die Rheintaler Gemeinden die auf ihrem Gebiet liegenden regionalen Projekte unterstützen und gemeinsam umsetzen. Weitere wichtige Verkehrsprojekte treiben die Gemeinden und die zuständigen Stellen weiterhin mit Hochdruck voran. Diese befinden sich in eigenen Planungs- und Entscheidungsprozessen. «Alle Projekte sind wichtig und können einen Beitrag zur Entlastung vom motorisierten Verkehr bewirken», betonte Ralph Lehner.

Abstimmung am 14. Juni 2026

Die Stimmberechtigten von Diepoldsau und Widnau entscheiden am 14. Juni 2026 an der Urne über den Bruttokredit von 12.3 Millionen Franken. Rund 80 Prozent der Kosten tragen Bund und Kanton. Nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton sowie der bereits genehmigten Planungskredite verbleibt für jede Gemeinde ein Baukredit von 1.34 Millionen Franken. Die Gemeinderäte beider Gemeinden empfehlen die Annahme der Vorlage. «Mit einem kleinen Eigenanteil kann eine langfristig wertvolle Infrastruktur für Bevölkerung, Pendlerinnen und Pendler sowie den Alltagsverkehr geschaffen werden», sagte der Widnauer Gemeindepräsident Bruno Seelos abschliessend. Läuft alles nach Plan, könnte die Brücke im Herbst 2029 eingeweiht werden.

Abstimmung
Sonntag, 14. Juni 2026

Bericht von TV Rheintal zur Informationsveranstaltung

 

 

 

Ein Gewinn für Diepoldsau

Die geplante Fuss- und Veloverkehrsbrücke zwischen Diepoldsau und Widnau ist mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie bringt Sicherheit für den Langsamverkehr und wird dank der Unterstützung von Bund und Kanton für die Gemeinden finanziell tragbar.

Mit der neuen Brücke rücken Diepoldsau und Widnau enger zusammen. Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende erhalten eine direkte, sichere Verbindung über den Rhein, unabhängig vom motorisierten Verkehr. Besonders für Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler sowie Familien bedeutet dies ein deutliches Plus an Sicherheit und Komfort im Alltag. Die Kapazität der Schrägseilbrücke ist erreicht. Damit das Wachstum der Gemeinde nicht zu einem Kollaps führt, sind der Ausbau und Investitionen in den Langsamverkehr nötig, um eine teilweise Verlagerung zu erreichen.

Nachhaltig für Generationen gebaut

Die neue Rheinbrücke verbindet Menschen, stärkt die Region und schafft gleichzeitig mehr Sicherheit. Der Langsamverkehr wird deutlich aufgewertet. Die Wege zwischen Diepoldsau und Widnau werden attraktiver und kürzer und damit auch die Wegstrecken nach Lustenau
und Heerbrugg.

Die Brücke wird modular vorgefertigt und segmentweise montiert. Dadurch bleiben Eingriffe in den Fluss minimal. Robuste Materialien und eine durchdachte Konstruktion sorgen für ein langlebiges Bauwerk mit geringem Unterhaltsbedarf und kleinem ökologischem Fussabdruck. Ausgelegt auf eine Lebensdauer von 60 Jahren ist die Brücke eine Investition in mehrere Generationen.


Solide Finanzierung mit starker Unterstützung

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 12.3 Millionen Franken. Ein grosser Teil wird durch Bundesmittel im Rahmen des  Agglomerationsprogramms Rheintal sowie durch Beiträge des Kantons St.Gallen gedeckt.

Die geplante Fuss- und Veloverkehrsbrücke zwischen Diepoldsau und Widnau ist mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie bringt Sicherheit für den Langsamverkehr und wird dank der Unterstützung von Bund und Kanton für die Gemeinden finanziell tragbar.  Für Diepoldsau und Widnau verbleibt jeweils eine Nettoinvestition von rund 1.69 Millionen Franken. Nach Abzug der bereits bewilligten Planungskredite ergibt sich ein Baukredit von 1.34 Millionen Franken pro Gemeinde. Über 60 Jahre abgeschrieben, entspricht dies jährlichen Kosten von rund 28'200 Franken. Das ist ein überschaubarer Betrag für ein zentrales Infrastrukturprojekt.

Entscheid an der Urne

Die Abstimmung über den Baukredit von 1.34 Millionen Franken findet am 14. Juni 2026 statt. Der Start der Bauarbeiten ist frühestens für Herbst 2027 vorgesehen, realistischerweise im Jahr 2028. Dafür erforderlich ist das «JA» durch die Stimmberechtigten der Gemeinden Diepoldsau und Widnau an der Urne. Läuft alles nach Plan, kann die neue Brücke über den Rhein im Herbst 2029 eröffnet werden.

Die neue Rheinbrücke macht den Langsamverkehr attraktiver und steht für Sicherheit, Nachhaltigkeit sowie regionale Zusammenarbeit. Mit einem «JA» entscheiden sich die Bürgerinnen und Bürger für eine moderne Verbindung und für eine starke, zukunftsorientierte Entwicklung unserer Gemeinde.

Gutachten und Antrag zum Kredit für die Fuss- und Veloverkehrsbrücke Diepoldsau-Widnau [pdf, 3.4 MB]

 

Öffentliche Mitwirkung Vorprojekt Fuss- und Veloverkehrsbrücke Diepoldsau-Widnau

Die Gemeinderäte Diepoldsau und Widnau unterbreiten das Vorprojekt der Fuss- und Veloverkehrsbrücke Diepoldsau-Widnau dem Mitwirkungsverfahren gemäss Art. 4 RPG, Art. 34 PBG und Art. 33bis StrG.

Bevölkerung, Parteien, Verbände und weitere Betroffene haben die Möglichkeit sich während der Mitwirkungsfrist vom 12. Januar 2026 bis 10. Februar 2026 zum Vorprojekt zu äussern. Das Vorprojekt kann während der Mitwirkungsfrist in der Gemeinderatskanzlei Diepoldsau, Büro 8, und in der Gemeinderatskanzlei Widnau, Büro 14, und auf den Webseiten der Gemeinden Diepoldsau und Widnau eingesehen werden.

Die Eingaben im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung können bis am 10. Februar 2026 direkt auf der Mitwirkungsplattform www.mitwirken-widnau.ch erfasst, schriftlich an den Gemeinderat Widnau, Neugasse 4, 9443 Widnau oder an den Gemeinderat Diepoldsau, Gemeindeplatz 1, 9444 Diepoldsau oder per E-Mail an info@diepoldsau.ch eingereicht werden.

8. Januar 2026                                                      Gemeinderat Diepoldsau und Gemeinderat Widnau

Projektübersicht – Fuss- und Veloverkehrsbrücke

Die Gemeinden Diepoldsau und Widnau treiben das gemeinsame Projekt einer Fuss- und Veloverkehrsbrücke über den Rhein voran. Die neue Brücke soll eine direkte, sichere und vom motorisierten Verkehr getrennte Verbindung zwischen Diepoldsau und Widnau schaffen.

Den Projektwettbewerb hat das Projekt «Flaneur» unter der Federführung des Büros sbp Schlaich Bergermann Partner aus Stuttgart gewonnen. Für die Architektur und Landschaftsarchitektur ist das Büro Bernardo Bader Architekten verantwortlich. Bereits im Mai genehmigten die Gemeinden den Jurybericht und folgten der Empfehlung des Preisgerichts.

Baubeginn zwingend vor 2029

Bei der Umsetzung gilt es, den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Der Baubeginn muss bis spätestens am 31. März 2029 erfolgt sein, damit die Mitfinanzierung des Bundes gewährleistet bleibt. Die Fuss- und Veloverkehrsbrücke ist Teil des Agglomerationsprogramms 4. Generation des Bundes.

Das Büro Casutt Wyrsch Zwicky aus Bad Ragaz ist mit der Bauherrenunterstützung beauftragt. Das Ingenieurbüro stand den Gemeinden bereits während der Wettbewerbsphase beratend zur Seite und verfügt über ausgewiesene Fachkompetenz im Brückenbau.

Mitwirkung bis 10. Februar 2026 – Abstimmung am 14. Juni 2026

Das auf dem Siegerprojekt «Flaneur» erarbeitete Vorprojekt liegt ab Mitte Januar bis 10. Februar 2026 öffentlich auf. Die Bevölkerung ist eingeladen sich einzubringen.

Die Urnenabstimmung über den Projektierungs- und Baukredit findet am 14. Juni 2026 statt.

Jurybericht [pdf, 38.2 MB]